+++ Aktuelle Informationen zum
Thema Coronavirus +++

Internationale Projekte der Schulen der IB Medizinischen Akademie




Kathmandu, Nepal

Dauer 3 Wochen
Projekttitel Logopädie auf dem Dach der Welt – Praktikumsaufenthalt/interkultureller Austausch in Nepal
Projektorganisation Medizinische Akademie Ulm, Schule für Logopädie, C. Müller
Kooperationspartner Haus der Hilfe –Hilfe für Nepal e.V., Kathmandu
Projektart Gruppenprojekt
Projektfinanzierung Eigenbeteiligung + KJP
Teilnehmerzahl 3

Nepal liegt in Asien, eingebettet zwischen Indien und China. Es verfügt über ein reiches kulturelles Erbe und wunderschöne Landschaften. Gleichzeitig ist es eines der am wenigsten entwickelten Länder der Erde, so sind ca. 50% der Frauen Analphabetinnen und 1/3 aller Kinder unterernährt.

In den Häusern des Vereins „Haus der Hoffnung –Hilfe für Nepal e.V.“ werden ca. 60 Kinder und Jugendliche im Alter von 2- 20 Jahren betreut. Die meisten von ihnen sind Waisen und mussten in ihrem bisherigen Leben traumatische Erlebnisse erfahren. Bei der Arbeit mit diesen Kindern können die Schüler beobachten wie sich diese belastenden Umstände auf die Sprachentwicklung der Kinder auswirken. Durch sprachanregende Spiele schaffen die Schüler Kontexte, die die weitere sprachliche Entwicklung der Kinder anregen und positiv beeinflussen sollen. Da alle Kinder im Haus der Hoffnung zweisprachig aufwachsen, haben die Schüler außerdem die Möglichkeit, die Kinder in ihrem Zweitspracherwerb zu unterstützen und so die Unterschiede zwischen Sprachförderung und Sprachtherapie auszuloten.

Das SKM- Hospital ist eine Spezialklinik für Wiederherstellungschirurgie. Dort werden Patienten mit Verbrennungen und verschiedensten Fehlbildungen, unter andrem Lippen-Kiefer-Gaumenspalten behandelt. Die nepalesischen Ärzte, Pfleger und Therapeuten werden bei ihrer Arbeit durch Helfer aus Deutschland und anderen europäischen Ländern unterstützt.

Die Schüler führen unter Anleitung logopädische Behandlungen von Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten durch. Da in Nepal der Aberglaube weit verbreitet ist und viele Menschen der Meinung sind, dass Lippen-Kiefer-Gaumenspalten eine Strafe der Götter sind, kommt der Aufklärung und Beratung der Angehörigen eine zentrale Rolle zu. Die Schüler versuchen, Vorurteilen entgegenzuwirken und geben Tipps für das Üben zuhause.

Logopäden gibt es in Nepal nicht, daher ist es wichtig, Wissen an die Therapeuten vor Ort weiterzugeben. Die Schüler führen Workshops mit den Therapeuten durch und leiten diese in der praktischen Arbeit an.

„Etwas besseres als Nepal konnte mir nicht passieren. Diese Reise hat mich nicht nur therapeutisch, sondern auch in meiner persönlichen Entwicklung weiter gebracht. Ganz besonders bleiben mir die Kinder und Jugendlichen im Gedächtnis, genauso wie die eindrucksvolle Landschaft und noch vieles mehr. Die einzelnen Projekte mit den Kindern und Jugendlichen sowie die Arbeit im SKM-Hospital in Sankhu mit dem Physioteam war eine echte Bereicherung. Ich bin sehr dankbar für die tolle Zeit – it was so nice!“ (Johanna)

"Die Zeit in Nepal war für mich eine unglaublich neue Erfahrung, die ich nicht missen möchte und sehr gerne wiederholen würde. Das Kennenlernendürfen der Kulutr, der unglaublich netten und hilfsbereiten Menschen und den Problemen, mit denen die Menschen dort alltäglich fertig werden müssen haben, haben mich sehr geprägt. Ich kann jedem nur empfehlen solch eine tolle Chance zu nutzen, um dich weiter entwicklen zu können und neue Eindrücke sammeln zu können." (Julia)