Staatlich anerkannte/r Ergotherapeutin/Ergotherapeut
Der Mensch ist ein handelndes Wesen
und hat ein Grundrecht
auf sinngebendes Tun.
Die Ergotherapie geht davon aus, dass "tätig sein" ein menschliches Grundbedürfnis ist und das gezielt eingesetzte Betätigung gesundheitsfördernde und therapeutische Wirkung hat.
Deshalb unterstützt und begleitet Ergotherapie Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind und/oder ihre Handlungsfähigkeit erweitern möchten oder müssen.
Den Ausbildungsgang Ergotherapie bieten wir in folgenden Orten an:
- Aschaffenburg
- Baden-Baden
- Bautzen
- Berlin
- Bonn
- Freiburg
- Hamburg
- Mainz
- Mannheim
- München
- Reichenau/Konstanz
- Rostock
- Stuttgart
- Trier
- Tübingen

Ziel der Ergotherapie
ist es, Menschen bei der Durchführung von für sie bedeutungsvollen Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit/Erholung nach verschiedenen Konzepten in ihrer Umwelt zu stärken.

Dafür werden spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung gezielt und ressourcenorientiert eingesetzt. Dies erlaubt dem Klienten, seine Handlungsfähigkeit im Alltag, seine gesellschaftliche Teilhabe (Partizipation) und seine Lebensqualität und -zufriedenheit zu verbessern.(nach DVE 8/2007)


ERGOTHERAPIE-AUSBILDUNG
Ergotherapeutische Verfahren
spezielle ergotherapeutische Behandlungsmethoden und Konzepte in den Fachbereichen
- Psychosoziale Behandlungsverfahren
- Neurophysiologische / neuropsychologische Verfahren
- Arbeitstherapeutische Verfahren
- Motorisch-funktionelle Techniken und
- Adaptierende Verfahren,
Ergotherapeutische Mittel
Handwerkliche und kreative Techniken sind ein wichtiges Mittel um im therapeutischen Prozess die Kompetenz und die Ausdrucksfähigkeit eines Menschen zu unterstützen, z.B. bei
- Arbeiten mit den Materialien Holz, Ton, Peddigrohr, Seide, Papier, Speckstein, oder Metall
Medizinische Grundlagen
Gute Grundkenntnisse über die Diagnostik, Therapie, Rehabilitation, Prävention sowie die psychosozialen Aspekte der Krankheiten bilden die Basis um die ergotherapeutischen Verfahren sachgerecht und wirksam einzusetzen:z.B.
- Gesundheitslehre
- beschreibende und funktionelle Anatomie, Physiologie und Pathologie
- Allgemeine Krankheitslehre
- Spezielle Krankheitslehre z.B. Neurologie, Orthopädie, Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädiatrie, Chirurgie, Psychosomatik
Sozialwissenschaftliche Grundlagen
Es besteht eine Dualität zwischen Anpassung des Individuums an die Umwelt und der Anpassung der Umwelt an das Individuum. Die psychosoziale Komponente dieses Anpassungsprozesses ist für die Ergotherapie von zentraler Bedeutung. Sie macht sich hier die Erkenntnisse aus den Sozialwissenschaften zunutze:
- Psychologie
- Pädagogik / Behindertenpädagogik
- Medizinsoziologie
- Gerontologie
Begleitende Fächer
- Berufskunde und
- Grundlagen der Ergotherapie, z.B. Ergotherapeutische Modelle, Bewegungserfahrung, Gruppendynamik, Gesprächsführung
- Prävention und Rehabilitation
- Staatsbürger- und Gesetzeskunde
- Fachenglisch
- Wissenschaftliches Arbeiten
- Technische Medien
Praktika
Die Umsetzung der theoretischen Kenntnisse im therapeutischen Prozess wird in den Praktika angeleitet und supervidiert.
Absolviert werden die Praktika in den Bereichen
- Psychosozial
- Arbeitstherapie
- Neurologie / Orthopädie / Pädiatrie / Geriatrie
Die Gesamtdauer der praktischen Ausbildung beträgt 1 Jahr, verteilt auf 3-4 Praktika über den Ausbildungszeitraum.

